Gianfranco Baruchello

* 1924 in Livorno, Italien

Gianfranco Baruchello lässt vermuten, dass seine frühe Begegnung mit Duchamp ihn mit veranlasste, sich damit zu beschäftigen „wie die Dinge im Kopf beieinander liegen“, und dies in aller Konsequenz: Ein Bildkleinstteil-Plus-Wort-Gefüge bezieht sich meist auf umfassende Gegebenheiten. Der Sinn der Arbeiten ergibt sich bei dem Nachvollzug der Polystruktur der Einzelheiten, im Kontext.

 

Es gibt herausragende frühe Arbeiten, die Zeichnungen auf mehrschichtigen Plexigläsern; ein Teil der Bilder ist in Lack auf Aluminium ausgeführt. Eine weitere Werkgruppe sind Objektkästen, die zu einer Vielzahl von überraschenden formalen Erfindungen führten. Die Zusammenfügung von Bestandteilen der Märchenwelt, des Tagesgeschehens, der persönlichen Obsessionen, der Reflektionen über die Natur, über Kunst – es ließe sich Weiteres aufzählen – kann die Arbeiten so erscheinen lassen, als wäre aus der Summe der Sachverhalte jeweils ein Extrakt gezogen.

 

„… Wir waren in Italien bei dem Maler Baruchello, den ich sehr gerne mag. Er malt große weiße Bilder mit ganz winzigen Sachen drauf, die man nur aus geringer Entfernung betrachten kann.“ Marcel in Duchamp in Pierre Cabanne: Gespräche mit Marcel Duchamp, 1972

Foto: Godula Buchholz, Rom 2011

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